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Ivo Gönners Schwörrede 2013 (Quelle SWP.de)

Hier ein Auszug aus der Schwörrede zum Thema Inklusion, Quelle SWP 22.07.2013

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Eine gute berufliche Grundlage und Ausbildung sind der Schlüssel zu einem selbstbestimmten und beruflich erfolgreichen Leben und gleichzeitig die Voraussetzung für aktive gesellschaftliche Teilhabe. Dies gilt auch für Menschen mit Behinderung. 2006 wurde die UN-Behindertenrechtskonvention verabschiedet. Deutschland ist dieser Konvention 2007 beigetreten. Jetzt gilt es diese Vorgaben zielgerichtet, aber auch pragmatisch und unideologisch umzusetzen. Inklusion bezeichnet den Umgang mit Menschen, die behindert sind. Inklusion bedeutet aber mehr als gemeinsames Lernen, Inklusion beschreibt eine Gesellschaft, die Vielfältigkeit zulässt, akzeptiert und Menschen mit Behinderung die notwendige Unterstützung zukommen lässt. Dies nicht nur im schulischen Alltag sondern auch auf dem Arbeitsmarkt, beim Wohnen und in allen Lebensbereichen. Menschen mit Behinderungen sollen am wirtschaftlichen, gesellschaftlichen, sozialen und kulturellen Leben teilhaben. Dies ist auch Ziel des Teilhabeplans der Stadt Ulm und des Alb-Donau-Kreises. Dazu werden neue dezentrale Angebote benötigt. Aber auch die Einrichtungen im Tannenhof, bei der Lebenshilfe und in den sonderpädagogischen Schulen helfen den Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen und sind auch in Zukunft nötig.

Eine sozial gerechte Gesellschaft, muss immer eine solidarische Gesellschaft sein. Teilhabe und die Möglichkeit zur Teilnahme, stehen dabei im Vordergrund. Gute Sozialpolitik gibt den Menschen  Grundsicherung und fördert alle, ihren Kräften und Talenten gemäß, die in jedem Menschen stecken. Gute Sozialpolitik sorgt dafür, dass er für die gleichen Startchancen sorgt und sich um das Wohl der Schwachen kümmert und auch lernt, dass Menschen mit Behinderungen und Schwache gar nicht so schwach sind, wie viele auch in ihren Vorurteilen meinen.

Der Bund und die Länder haben beschlossen, ein neues Bundesleistungsgesetz zu erarbeiten. Die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention soll gezielter gefördert werden, ebenso die Weiterentwicklung der Eingliederungshilfe vorangebracht werden und vor allem die Kommunen von steigenden sozialen Ausgaben entlastet werden. Dazu haben sich Bund und Länder verpflichtet, und die Städte und Gemeinden brauchen diese notwendige Klarstellung. Wir brauchen diese Klarheit auch, um im Falle der Pflegebedürftigkeit den älteren Menschen ein würdiges Leben im Alter zu ermöglichen. Schon heute tragen in Ulm viele ambulante und stationäre Einrichtungen, private und kirchliche Träger und das städtische Altenheim in Wiblingen dazu bei. Bis zum Jahre 2018 spätestens soll diese Einrichtung im Wiblinger Kloster beheimatet sein. Die Vorbereitungen für ein neues Pflegeheim in Wiblingen sind eingeleitet. Zunächst wird in einem Interessensbekundungsverfahren geklärt, wer ein solches neues Haus errichten und betreiben will, daran schließt sich dann im Lichte der eingegangenen Angebote das entsprechende Auswahlverfahren an.

Gegenseitige Unterstützung, generationsübergreifende Solidarität, das ist in unserer Stadt teilweise seit Jahrhunderten soziale Wirklichkeit. Jede Generation muss immer wieder diesen Solidaritäts- und Gerechtigkeitsgedanken neu definieren und ausfüllen. Beispielhaft für viele Initiativen in unserer Stadt steht das Haus Bethesda. Es feiert in diesem Jahr sein 100-jähriges Bestehen. Diese wie andere Initiativen sind geprägt durch die Überzeugung, dass die Weiterentwicklung des sozialen Auftrages zusammen mit bürgerschaftlichem Engagement am besten umgesetzt werden kann.

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Zwischen Inklusion und Nixklusion

Zwischen Inklusion und Nixklusion

"Zwischen Inklusion und Nixklusion",
Jeden Montag eine neue Geschichte unter http://kirstenmalzwei.blogspot.de/

Beratung zur Förderung von Inklusion in der Familien-Bildungsstätte